Ecotypes of Physcomitrella patens DevBio.eu
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Modellorganismen der Entwicklungsbiologie
Begriff
Die Entwicklungsbiologie ist die Lehre der Vorgänge, durch die einzelne Organismen wachsen und sich entwickeln. Sie hat ihren Ursprung in der Embryologie und behandelt heute v.a. die genetische Kontrolle von Zellwachstum, Zelldifferenzierung und Zellspezialisierung in verschiedenen Zelltypen und Organen.
Als Hauptmodellorganismen für Pflanzen dienen die Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana), der Mais (Zea mays), das Löwenmaul (Antirrhinum) und die Petunie (Petunia). Bei den Tieren sind es der Fadenwurm (Caenorhabditis elegans), die Taufliege (Drosophila melanogaster), der Zebrafisch (Danio rerio), der glatte Krallenfrosch (Xenopus laevis), das Huhn (Gallus gallus) und die Maus (Mus musculus).

Pflanzenmodelle

Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana)
Modell für dikotyle Pflanzen; Universalmodell
Vorteile
  • kleines Genom (150 mb)
  • kleiner Wuchs
  • Genom sequenziert
  • leicht transformierbar
Mais (Zea mays L. ssp. mays)
Modell für monokotyle Pflanzen; Blütenentwicklung; Embryonalentwicklung
Vorteile
  • große Blüten und Samenanlagen
  • von wirtschaftlicher Bedeutung
Löwenmaul (Antirrhinum)
Modell für Blütenentwicklung
Vorteile
  • große, bilateral-symmetrische Blüten
Garten-Petunie (Petunia hybrida)
Modell für Solanaceen (Nachtschattengewächse)
Vorteile
  • eng pflanzbar
  • hohe Samenproduktion
  • enge Verwandtschaft zu Kartoffel, Tomate und Tabak
Kleines Blasenmützenmoos (Physcomitrella patens)
Modell für Moose
Vorteile
  • Vergleich von Gefäßpflanzen und Moosen
  • effizienter homologer Rekombinationsmechanismus
  • kann zur Herstellung von Proteinen in Bioreaktoren verwendet werden
 

Tiermodelle

Hausmaus (Mus musculus)
Modell für Säugetiere; Mensch
Vorteile
  • kurze Generationszeit
  • klein
Zebrafisch (Zebrabärbling) (Danio rerio)
Modell für Fische
Vorteile
  • kurze Generationszeit
  • legt viele, durchsichtige Eier
  • klein
  • anspruchslos
Schwarzbäuchige Taufliege (Drosophila melanogaster)
Modell für Insekten; Musterbildung
Vorteile
  • kurze Generationszeit
  • einfach, billig und in großer Zahl züchtbar
  • nur 4 Chromosomenpaare
  • aktive Transposons
"C. elegans" (Caenorhabditis elegans)
Modell für Würmer; klar determinierte Differenzierung
Vorteile
  • kurze Generationszeit
  • in großer Zahl kultivierbar wie ein Bakterium
  • durchsichtig
  • überlebt Einfrieren
  • exakt determinierte Zellteilungen und Differenzierung
  • Apoptose als wichtiges Mittel der Entwicklung
Glatter Krallenfrosch (Xenopus laevis)
Modell für Amphibien; Embryonalentwicklung
Vorteile
  • großer, leicht handhabbarer Embryo
Haushuhn (Gallus gallus domesticus)
Modell für Vögel; Embryonalentwicklung
Vorteile
  • Entwicklung des Fötus im Ei gut beobachtbar
  • von wirtschaftlicher Bedeutung

Alle Angaben ohne Gewähr.
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